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Was sind Bereitstellungszinsen und wie vermeide ich sie ?

Was sind Bereitstellungszinsen und wie vermeide ich sie ?

Kurzversion

Bereitstellungszinsen sind Gebühren/Zinsen auf den noch nicht abgerufenen Darlehensteil nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit; berechnet wird meist pro Monat auf die offene Summe. Vermeiden lässt sich das durch realistischen Abrufplan, ausreichend bereitstellungszinsfreie Zeit, Tranchen mit passendem Start und die Priorisierung von Eigenkapital. Wenn Sie möchten, unterstützen wir Ihr Vorhaben.

ausführliche Erklärung

Bereitstellungszinsen fallen an, wenn die Bank die Mittel bereithält, Sie sie aber noch nicht abrufen; so eine Art „Parkplatzgebühr“; Formel grob: nicht abgerufener Betrag × monatlicher Satz × Anzahl Monate. Klären Sie vor Vertragsabschluss die bereitstellungszinsfreie Zeit (z. B. 3–12 Monate) und den monatlichen Satz; längere Freiphase und ein niedriger Satz reduzieren das Risiko. Erstellen Sie einen Abrufplan entlang der Zahlungsmeilensteine (Kaufpreisfälligkeit, MaBV-Raten, Bautenstände, Handwerkerrechnungen) und stimmen Sie ihn schriftlich mit Bank und Bauträger/Bauleitung ab. Eigenkapital zuerst einsetzen: Jeder Euro, der früh aus Eigenmitteln fließt, verkleinert die bereitstellungszins¬pflichtige Restlinie. Nutzen Sie Tranchen mit unterschiedlichen Valutastarts (z. B. Haupttranche für Grundstück/Kaufpreis, Bau-Tranche mit späterem Start), damit nicht das komplette Darlehen „läuft“, obwohl erst ein Teil gebraucht wird. Vereinbaren Sie bei unsicheren Timelines verlängerbare Freiphase oder Zwischenfinanzierung für kurze Lücken, statt Monate Bereitstellungszins zu zahlen. Prüfen Sie Auszahlungsbedingungen (Grundbucheintrag, Versicherungen, Nachweise) frühzeitig; fehlende Unterlagen verzögern Abrufe und erzeugen unnötige Kosten. Bei KfW-/Förderbausteinen: Abruf- und Nachweisregeln weichen oft von der Bank ab – Plan sauber synchronisieren, sonst fallen parallel Bereitstellungszinsen an. Kalkulieren Sie bewusst die doppelte Wohnphase (Miete + Kredit) mit ein und halten Sie einen Liquiditätspuffer (z. B. 2–3 Monatsraten), damit Sie Abrufe nicht aus Cash-Engpässen heraus verschieben müssen. Die Bereitstellungszinsen sind i.d.R. kleiner als Kreditzinsen. Die Meisten Banken nehmen zwischen 0,15-0,25% pro Monat. Uns ist klar, dass unsere Antworten selten Ihre exakte Situation widerspiegeln – kontaktieren Sie uns und wir können Sie u.U. konkret unterstützen und voranbringen :-)

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