FAQ

Notar

Welche typischen Vertragsfallen sollte ich vor der Unterschrift kennen ?

Welche typischen Vertragsfallen sollte ich vor der Unterschrift kennen ?

Kurzversion

Häufig problematisch sind unklare Fälligkeitsvoraussetzungen, zu knappe Zahlungsziele, weitgehende Haftungsausschlüsse, fehlende Inventar-/Mängellisten, sowie Sonderregelungen (WEG-Zustimmung, Vorkaufsrechte, Lastenfreistellung), die Auszahlungen verzögern oder verteuern. Achten Sie auf bankkonforme Formulierungen, realistische Fristen und klare Zuständigkeiten. Wenn Sie möchten, unterstützen wir Ihr Vorhaben.

ausführliche Erklärung

Achten Sie auf Fälligkeitsklauseln: Der Kaufpreis sollte erst fällig sein, wenn Auflassungsvormerkung, Lastenfreistellungen, Negativzeugnis/Vorkaufsrecht und ggf. Verwalterzustimmung vorliegen; fehlen diese Punkte, drohen Bereitstellungszinsen und Verzugsrisiken. Prüfen Sie Zahlungsziele und Zahlungswege (Direktzahlung vs. Anderkonto) – zu kurze Fristen, fehlende Bank-Aktezeichen oder uneindeutige Konten erzeugen Rückfragen, Mahnkosten und Zinsnachteile. Meiden Sie pauschale Gewährleistungsausschlüsse („gekauft wie gesehen“) ohne dokumentierte Mängelliste, Protokolle und Bau-/Sanierungsnachweise; definieren Sie Beschaffenheit und Übergabezustand inkl. Räumung, Schlüssel, Energieausweis. Regeln Sie Inventar/Bewegliche Güter sauber (Wert, Eigentumsübergang, Zahlungsanteil), um Bewertungskonflikte und LTV-Effekte bei der Bank zu vermeiden. Klären Sie Rang und Lasten: Welche Dienstbarkeiten/Grundschulden bleiben bestehen, welche werden gelöscht? Fehlt eine klare Rangfolge (Rangvorbehalt/Rangbestätigung), kann die Bank nicht auszahlen. In WEG-Fällen: Verwalterzustimmung, Teilungserklärung/TE-Konformität, Rücklagen- und Beschlusslage (Sonderumlagen, Instandhaltungsstau) schriftlich belegen; sonst droht Neubewertung und Zeitverlust. Vermeiden Sie starre Vertragsstrafen oder einseitige Rücktritts-/Einbehaltsklauseln ohne objektive Nachweise (z. B. Abnahme, Bautenstand); definieren Sie praktikable Nachfrist- und Einbehaltsregelungen. Prüfen Sie Kostenverteilung (Notar/Grundbuch/Löschungen, GrESt, Erschließung, Erbbauzinsen, Maklercourtage) – verschobene Kostenpositionen erhöhen den EK-Bedarf und können die Bonität belasten. Achten Sie auf Nebenabreden außerhalb der Urkunde (Barzahlungen, Nebenvereinbarungen): Diese sind rechtlich riskant und bankseitig meist inakzeptabel. Lassen Sie Risikopunkte (Altlasten, öffentlich-rechtliche Beschränkungen, Denkmalschutz, Baulasten) benennen und mit Belegen (Registerauszüge, Bescheide) unterlegen – das spart Rückfragen und hält die Linie zur Auszahlung. Uns ist klar, dass unsere Antworten selten Ihre exakte Situation widerspiegeln – kontaktieren Sie uns und wir können Sie u.U. konkret unterstützen und voranbringen :-)

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